Corona Koller - Annika Hirsch

Entspannung in Corona-Zeiten

Corona, Corona, Corona! Nirgendwo gibt es ein anderes Thema. Es beschäftigt die ganze Welt. Wir wissen noch nicht, wohin uns das alles führt. Zu mehr sozialem Zusammenhalt oder mehr Abstand und Isolation?

Positive Aktionen trotz Corona

Ich beobachte beides. Zum einen Menschen, die Aktionen starten, um Freude und Hoffnung zu schenken. Ich denke da zum Bespiel an verschiedenste Musiker, die via Live-Stream kostenlose Wohnzimmerkonzerte geben. Oder an Philipp Schaeffler, der zu Beginn der Corona-Krise Jena dazu aufrief Ukulele zu lernen. Durch einen Online-Kurs und die Bereitstellung von Leihinstrumenten (über Jena-Kultur und das christliche Gymnasium), erleichterte der Musikpädagoge den Einstieg. Inzwischen hat bereits der mdr darüber berichtet und die Aktion geht über die Grenzen Jenas in die Welt hinaus.

Welche negative Folgen bleiben nach Corona?

Zum anderen sehe ich die auch die negative Seite. Menschen in finanzieller und seelischer Not. Und das betrifft sowohl den selbstständigen Unternehmer als auch angestellte Mitarbeiter in Kurzarbeit. Wie sieht es in den Familien aus, bei denen die Kräfte schon vor der Krise am Ende waren? Wie geht es den Senioren, die vereinsamen, weil keiner sie besuchen darf?

Wir gehen auf Abstand. Das wird uns noch Monate begleiten. Deshalb frage ich mich und Sie, was davon an Positiven wie Negativen bleiben wird. Ich hoffe sehr, dass wir uns nach der Corona-Krise, nicht nur sprichwörtlich, wieder in die Arme schließen. Denn nichts ist trauriger, als eine kalte berührungslose Gesellschaft – aus Angst vor Krankheiten und Ansteckung.

Momentan bleibt uns leider nichts anderes übrig, als das Beste aus der Situation zu machen. Daher habe ich 10 Tipps zusammengestellt, wie Sie sich zuhause entspannen können.

 

10 Tipps zur Entspannung zuhause:

1. Entspannungsbad deluxe

Nehmen Sie ein Entspannungsbad und zelebrieren Sie es richtig. Dabei ist alles erlaubt, was dabei hilft. Wenn Sie einen Partner haben, wieso ihn nicht damit überraschen? Sie dürfen es sich aber auch selbst gönnen und schön machen: Angezündete Kerzen, stimmungsvolle Musik, Badeschaum und evtl. sogar ein Gläschen Sekt.

Falls Sie Aromaöle zuhause haben. Hier ein Rezept für ein Entspannungsbad für die Nerven: 250 g Bittersalz, 5 Tropfen Lavendelöl, 5 Tropfen Sandelholzöl und 5 Tropfen Ylang-Ylang-Öl ins Badewasser geben. Erst das Bittersalz hinzufügen, dann die Öle. Baden Sie ungefähr 20 Minuten.

2. Meditation oder Gebet:

Innehalten und zur Ruhe kommen. Inzwischen gibt es sogar Meditations-Apps von bekannten Krankenkassen oder verschiedenste Videos von Menschen, die den Ablauf einer Meditation erklären.

Menschen mit Glaubenshintergrund helfen Gebete, Gespräche mit ihrem Vater im Himmel. Hier kann man alle Sorgen und Belastungen abgeben. Den Blick auf alles richten, worüber man dankbar ist. Oder auch seinen Blick auf Menschen und Themen lenken, die es schwerer haben als man selbst. Und es ist möglich in ein Meditationsgebet oder auch in hörendes Gebet zu gehen.

3. Kleine Sporteinheit für mehr Power

Die Fitnessstudios mussten schließen. Viele Trainer haben sich die Mühe gemacht und Videos mit kleinen Trainingseinheiten erstellt. Zuhause kann die Motivation fehlen.

Deshalb: Schnappen Sie sich jemanden aus Ihrem Haushalt und legen Sie zusammen los. Oder: Rufen Sie Ihre beste Freundin/Freund an und verabreden Sie sich virtuell zum Sport.

Übrigens gibt es auch für Kinder ein tägliches Online-Sportprogramm. Um keine Werbung zu machen, nenne ich keine Namen. Bei kleinen Kindern bis Grundschulkindern empfehle ich trotzdem eher die Natur zum Auspowern.

4. Einmal in der Natur durchatmen

Manchmal muss man einfach raus. Erst recht, wenn man das Gefühl hat durch äußere Umstände eingesperrt zu sein. Wenn Sie sich gerade in häuslicher Quarantäne befinden, fällt diese Möglichkeit leider aus. Ansonsten steht dem Spaziergang in ruhiger Umgebung nichts im Wege.

Schonmal von Waldbaden gehört? Ein Trend aus Japan. Im Endeffekt aber nichts Neues. Es geht darum im Wald zu „sein“. Beim Im-Wald-Sein geht es darum ihn wahrzunehmen: zu riechen, zu hören, zu fühlen und vielleicht sogar zu schmecken. Mehr dazu

5. Corona aus dem Kopf

Ein Buch hören oder lesen. Für manche Menschen ist das Lesen eines Buches wie in eine andere Welt abzutauchen – Entspannung pur. Andere können sich damit nicht anfreunden und es bedeutet für sie eher Anstrengung als Erholung.

Wie wäre es zur Abwechslung mit einem inspirierenden Podcast? Ich erlebe immer wieder, dass es hilft im Alltag den Blick auf ein anderes Thema zu lenken. Auch wenn es nur 15 Minuten sind.

6. Pizza-backen oder Tennisball-Massage

Schon einmal eine Pizza auf dem Rücken Ihres Kindes gebacken? Meine Kinder lieben es und man kann so kreativ werden, wie man will. Die Berührung stärkt die Beziehung, die vielleicht durch die momentane Belastung zu oft unter Druck gerät.

Wenn das Kind einverstanden ist, dass Sie ihm eine Pizza auf dem Rücken backen wollen, kann es losgehen: Das Kind legt sich auf den Bauch, der Rücken ist frei. Nun wird der Teig geknetet (Jeder Schritt wird vorher angekündigt, damit sich das Kind darauf einstellen kann).

Dann kommt die Tomatensauce, gern auch mit einem entsprechenden Geräusch, und wird auf dem Rücken verstrichen. (Stellen Sie sich bildhaft vor, wie Sie die einzelnen Lebensmittel auf dem Rücken verteilen könnten oder darauf malen könnten). Es folgt alles, was auf die Pizza kommen kann. Gern können Sie ihr Kind auch fragen, was es darauf haben will. Wenn man kreativ sein will, weil man die Pizza schon häufiger gebacken hat, kann es auch mal ausgefallener werden. Zum Beispiel, indem zwischendurch auch Gummibärchen oder Marshmallows auf der Pizza landen.

Zum Schluss kraulend Käse darüber streuen und mit einem kräftigen Wischer mit beiden Handflächen in den Ofen schieben. Dabei von unten in Richtung Kopf wischen. Nun kräftig über den Rücken rubbeln, da nun die Pizza im Ofen erwärmt wird. Wenn sie schön warm geworden ist, wieder mit durch Wischen in die andere Richtung herausholen. Nun schneiden wir die Pizza noch in Stücke und bieten dem Kind ein Stück der leckeren selbstgemachten Pizza an.

Selbstmassagen sind schon schwieriger. Ein einfaches Hilfsmittel gibt es: den Tennisball. Nicht Tischtennis, sondern den faustgroßen gelben festen Ball. Stellen Sie sich mit dem Tennisball am Rücken an die Wand. Nun rollen Sie den Ball am Rücken entlang und erspüren Verspannungen. Das kann sogar ein bisschen zur Sportübung werden, wenn man dabei weit in die Knie geht. Bitte beachten: Am Rücken nie direkt auf der Wirbelsäule massieren.

Bei Verspannungen am Gesäß können Sie sich auch auf einen Tennisball setzen (auf einem Hocker liegend) und so die schmerzhaften Punkte selbst behandeln. Das ist meist nicht so entspannend, kann aber hilfreich gegen Schmerzen sein. Seien Sie dabei vorsichtig und Hören Sie in Ihren Körper hinein.

7. Tanzen Sie sich glücklich

Ein Tanz in der Küche: Suchen Sie sich ihr Lieblingslied heraus, drehen es auf eine angenehme Partylautstärke und tanzen Sie drauf los. Denn Tanzen macht glücklich. Aber nicht nur das: Tanzen kann das Risiko an Demenz zu erkranken um 20 % reduzieren. Tanzen lockert die Muskulatur und löst Verspannungen. Wissenschaftler der Uni Bochum entdeckten darüber hinaus, dass Tänzer nicht nur glücklicher, sondern auch reaktionsschneller und beweglicher sind und sich besser konzentrieren können. Also frei heraus damit!

8. Der Kreativität freien Lauf lassen

Malen. Das machen doch nur Kinder. Wieso eigentlich? Malen kann sehr entspannen, auch wenn man sich nicht zu den begabten Malern zählt. Kennen Sie schon Künstlernächte? Hier trifft man sich in einer schönen Location und malt gemeinsam. In der Corona-Zeit gibt es sogar einen Live-Stream und die Möglichkeit sich das Material nach Hause liefern zu lassen. Um keine Werbung zu machen, nenne ich auch hier nicht den richtigen Namen.

Wenn man kein Geld ausgeben will, kann man sich aber auch einfach ein Mandala ausdrucken, entspannte Musik anmachen und kontemplativ ausmalen. Es gibt auch schöne Ausmalbücher für Erwachsene. Oder man versucht sich im Impulsmalen. Einfach der Eingebung folgen und kreativ werden. Ohne Ziel und Plan.

9. Gesellschaftsspiele rausholen

Gemeinsam Spielen: Wieso nicht einmal wieder das gute alte Monopoly, Siedler oder Spiel des Lebens herausholen und als Familie gemeinsam spielen. Dabei lässt sich für Grundschulkinder auch super der Umgang mit Geld nebenbei üben. Außerdem lernt die Kinder auch mal zu verlieren.

Hat man keine Mitspieler zuhause verfügbar, kann man sich auch virtuell zum Spielen verabreden. Oder man spielt mit einer App Mister X in der Stadt mit seinen Freunden. Das ist wie das Brettspiel „Scotland Yard“ – man jagt sich nur draußen. Das Einzige was man derzeit beachten muss, ist, dass man sich nicht zu Nahe kommt, wenn der Mister X gefangen wurde.

10. Singen für die Seele

Singen macht allein und in der Gruppe Spaß. Durch unsere leistungsorientierte Gesellschaft trauen sich viele leider nicht mehr zu singen. Dabei ist Singen gut für die Gesundheit und die Psyche. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel zum Thema auf Welt.de.

Wenn Sie sich also etwas Gutes tun wollen, dann trällern Sie das nächste Mal ihr Lieblingslied mit, egal wie es sich anhört. Dazu eignet sich übrigens die Dusche besonders gut. Warum? Weil sich durch den Schall der nahen Wände die Stimme besonders gut anhört und man sich unbeobachtet fühlt.

Oder, wenn Sie sich doch trauen. Dann veranstalten Sie doch einmal einen Karaokeabend. Denn: Lachen ist auch gesund!


Das waren meine 10 Tipps zur Entspannung zuhause. Ja, es sind keine weltbewegenden Neuheiten dabei. Manchmal fehlt einem dennoch das Bewusstsein dafür, was möglich ist.

Entspannungs-Challenge: Wie wäre es die nächsten 10 Tage jeden Tag einen Tipp auszuprobieren?

Viel Spaß dabei und ich freue mich über Erfahrungsberichte oder Austausch, wie Sie dem Corona-Koller entkommen.

Ihre Annika Hirsch

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